
DAMME - Eine Stadt in ihrer Geschichte
- So lautet auch der Titel eines Buches, das die Stadt Damme 1993 der Öffentlichkeit
vorgestellt hat. Herausgegeben wurde das Werk von Klaus J. Bode, Jürgen
Kessel, Hannelore Oberpenning und Anton Schindling, erschienen im Jan
Thorbecke Verlag Sigmaringen.
- Damme in Oldenburg ist als Stadt
noch jung, seit 1982, aber als Gemeinde schon jahrhunderte alt. Großsteingräber,
prähistorische Grabhügel und ein an der Hunte unterhalb des Dümmersees
ausgegrabenes Steinzeitdorf zeugen von einer frühen Besiedlung.
Urkundlich benannt wird der Name Damme aber erst 1186/87, aber es ist
anzunehmen, daß der Name älter ist und Damme seinen Namen von
einem Damm erhielt, der durch das anliegende große Moor führte.
Zwischen den Dammer Bergen und dem Dümmersee gelegen, haben die
Stadt und ihre Bürger ihre besondere Identität entwickelt. Mit
dem Anschluß an das Großherzogtum Oldenburg zu Beginn des
19. Jahrhunderts wurde auch der Begriff "Oldenburger Münsterland"
geprägt. In der "Republik hinter den Bergen", wie Damme
in der Residenzstadt Oldenburg genannt wurde, hat sich über die
Jahrhunderte eine eigenwillige plattdeutsche Sprache entwickelt, die
sich von allen plattdeutschen Dialekten des Oldenburger Münsterlandes
gravierend unterscheidet. Ein weiteres Charakteristikum ist der
traditionsreiche Dammer Carneval dessen Urspünge bis in das
Mittelalter zurückreichen. Diese Tradition wird von der "Dammer
Carnevalsgesellschaft von 1614" erfolgreich fortgeführt.
- Die Christianisierung erfolgt um 800 durch den Bischof von Osnabrück.
Das älteste Dammer Kirchspiel entspricht etwa dem Bereich des
Gogerichtes, das König Heinrich 1225 dem Bistum Osnabrück
verlieh. Das städtische Ortsbild wird von der 1904/06 erbauten
katholischen Pfarrkirche St. Viktor geprägt, die wie ein Dom wirkt.
In den östlich von Damme gelegenen Dörfern wurde 1864 in
Osterfeine die St. Marien Kirche und 1903 in Rüschendorf die St.
Agnes Kirche erbaut. 1905 wurde für die evangelischen Bewohner die
St. Laurentius Kapelle erbaut, deren Funktion 1960 durch die neue Kirche
Zum Guten Hirten übernommen wurde.
Das Stadtwappen
- Das erste Feld zeigt das alte Oldenburger Grafenwappen mit zwei roten
Balken in goldenem Felde.
- Das zweite Feld mit schwarzem Grund zeigt die Figur des hl. Viktor,
den Patron unserer Pfarrkirche, in silberner Rüstung mit weißem
Gewand, das Haupt umgeben von einem goldenen Heiligenschein. In der
rechten Hand hält St. Viktor eine Lanze mit weißer Fahne, auf
der ein rotes Kreuz angebracht ist. Die linke Hand stützt sich auf
einen silbernen Schild, auf dem sich ein rotes Kreuz befindet.
- Im dritten Feld befindet sich ein silbernes Pflugschar auf grünem
Grunde.
- Das vierte Feld zeigt das sogenannte Delmenhorster Kreuz auf blauem
Grunde.
- Das bereits im Sept. 1928 vom Minister des Innern in Oldenburg
genehmigte Wappen sollte 1938 umgestaltet werden, weil es Landes- und
kirchliche Symbole enthielt. Wegen des 1939 beginnenden Krieges kam es
aber nicht mehr dazu. Aber auch nach dem Kriege gab es Bestrebungen zu
einer Umwandlung, da die Felder 2, 3 und 4 jeweils eine heraldische
Grundfarbe enthalten (schwarz-grün-blau) und diese Farben durch
sogenannte Metallfarben (Silber oder Gold) voneinander getrennt sein müssen.
Das wie schon 1938 vorgeschlagene Wappen mit zwei Pferdeköpfen und
einem Symbol für die Dammer Berge fand bei der damaligen Gemeinde
Damme keine Zustimmung und es wurde dem Landkreis Vechta mitgeteilt, daß
man das Wappen wegen der kleinen heraldischen Fehler nicht ändern würde
da es bei der Bevölkerung einen guten Anklang gefunden und sich
eingebürgert habe.
Die Flagge

- Die Flagge ist gestreift in weiß-grün-weiß. Der grüne
Streifen nimmt zwei Drittel der Flaggenbreite ein. Auf ihm befindet sich
im oberen Drittel ein gelbes Ankerkreuz. Die Breite der Kreuzbalken beträgt
ein Zehntel der Flaggenbreite, während die gespaltenen Kreuzenden
ein Fünftel der Flaggenbreite einnehmen. Das Verhältnis von Länge
zur Breite der Flagge beträgt 1 : 2.
- Erklärung: Die Farben der Flagge sind dem Wappen von Damme
entnommen, und zwar dem dritten Feld, das ein silbernes Pflugschar auf
grünem Grund enthält. Das Kreuz ist eine Abwandlung des
Kreuzes aus dem vierten Feld des Wappens.
01/06